Technische Informationen Betonprodukte

Farbabweichung und verblassen der Betonprodukte

Farbabweichungen gegenüber den im Prospekt und auf Mustertafeln/ Exponaten gezeigten Mustern müssen vorbehalten bleiben.

Muster sind Durchschnittsmuster; Rezepte sind unverbindlich. Analyseangaben sind auch bezüglich Höchst- und Mindestgrenzen nur als ungefähr anzusehen.

Im Laufe der Zeit eintretende Farbabweichung und - Verblassungen der Ware aufgrund von Witterungseinflüssen sind technisch unvermeidbar und warentypisch. Sie entsprechen der vertragsgemäßen Beschaffenheit der Ware und berechtigen nicht zur Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen.

Weißer Belag auf Pflaster und Plattenflächen

Bei weißlichen Verfärbungen auf der Oberfläche von Pflastersteinen oder Außenplatten handelt es sich in der Regel um so genannte Ausblühungen.

Dabei handelt es sich um Ablagerungen von in Wasser gelöstem Kalkhydrat aus den in den Produkten verarbeiteten Bindemitteln. Nach dem Verdunsten des Wassers und einer Reaktion mit dem in der Luft befindlichen Kohlendioxid lagert sich dieses Kalkhydrat in Form von Kalziumcarbonat als weißer Belag auf der Oberfläche der Produkte ab. Der Gebrauchswert der Produkte wird durch diesen Vorgang in keiner Weise beeinträchtigt. Kalkausblühungen lösen sich in der Regel nach einer gewissen Zeit der Bewitterung und Benutzung der Fläche auf und können danach nicht erneut auftreten. 

 

Flecken durch herabfallendes Laub auf der Fläche

Die in herabfallenden Blättern oder Blütenblättern enthaltenen Gerbstoffe oder Farbstoffe können – sofern diese nicht zeitnah von der Fläche entfernt werden – insbesondere in Zusammenwirkung mit Feuchtigkeit zu Flecken führen. Diese sind auf hellen Oberflächen natürlich deutlicher zu erkennen, als auf dunklen. Es handelt sich um einen natürlichen Vorgang, der besonders im Herbst auf vielen Flächen im Außenbereich zu beobachten ist.

In der Regel verschwinden diese Verschmutzungen durch die freie Bewitterung (Regen und UV-Strahlung) der Oberflächen im Laufe der Zeit von alleine.

 

Reifenspuren auf der Pflasterfläche

Reifenspuren entstehen durch Druck und Reibung der Fahrzeugräder auf dem befahrenen Untergrund. Dabei spielen sowohl der eigentliche Reifen-/Gummiabrieb eine Rolle als auch am Reifen anhaftende Verschmutzungen (z. B. Erde, Staub, etc. oder – besonders bei hohen Außentemperaturen – Bitumenreste von asphaltierten Straßen und Wegen). 

Zusätzlich verstärkt wird die Entstehung von Reifenspuren durch Lenkbewegungen auf der Fläche, wodurch Reifenabrieb häufig besonders an den Stellen zu sehen ist, an denen bei stehendem Fahrzeug üblicherweise Lenkbewegungen stattfinden.

Reifenspuren können nicht nur auf Pflastersteinen entstehen sondern auch auf allen anderen befestigten Flächen, die von Kfz befahren werden. Wie bei den meisten Verschmutzungen gilt auch hier, dass Reifenspuren auf hellen, glatten und homogenen Oberflächen deutlicher auffallen als auf dunklen, rauen und farblich nuancierten Flächen.

Reifenspuren verschwinden durch die natürliche Bewitterung der Fläche in der Regel von alleine. Bei Bedarf können Reifenspuren meistens jedoch auch mit einem Besen oder einer Bürste entfernt werden. In keinem Fall sind Reifenspuren ein Zeichen mangelhafter Qualität der Bodenbeläge. Es handelt sich um typische Nutzungsspuren von Flächen im Außenbereich.

 

Kratzer auf Betonprodukten

Beim abrütteln von Pflasterflächen können leichte Kratzer entstehen. Diese sind aber nur auf der Oberfläche und dringen nicht in den Stein ein. Nach einer gewissen Bewitterungsphase verschwinden diese leichten Kratzer wieder vollständig.

Insbesondere bei farblich sehr homogenen/einfarbigen und dunklen Platten und/oder Oberflächen mit werkseitig aufgebrachten Schutzsystemen (CleanKeeper plus) kann es durch die Nutzung der Fläche zu Kratzern auf den Plattenoberflächen kommen. Diese Gebrauchsspuren verschwinden in der Regel im Laufe der Zeit von selbst. Um die Entstehung von Kratzern zu vermeiden, entfernen Sie überschüssiges Fugenmaterial bereits während des Einbaus. Ausgetretenes Fugenmaterial und grobe Verschmutzungen können ebenfalls zu Kratzern führen und sollten daher zeitnah von der Fläche entfernt werden. Zusätzlich sollten vorhandene Terrassenmöbel mit Filzgleitern oder einem anderen verkratzungshemmenden Schutz versehen werden. Im Winter sollten keine Schneeschieber mit Metallkante und kein Splitt als Streumittel verwendet werden. Verwenden Sie als Taumittel stattdessen Streusalz.

Einzelne Kratzer oder vereinzelte verkratzte Stellen auf CleanKeeper plus-geschützten Platten können mit dem KANN-Kratzer-Fluid kaschiert werden. Zusätzlich empfehlen wir auf CleanKeeper plus-geschützten Platten zur schnelleren Kaschierung von feinen Kratzern und zur laufenden Pflege die regelmäßige Anwendung der KANN-Wischpflege (max. 1-2 mal pro Jahr).

Tiefere Kratzer können mit dem CleanKeeper plus-Reparaturlack repariert werden. Dieser eignet sich auch sehr gut zur Kaschierung von Kantenabplatzungen oder von anderen Schäden an oberflächengeschützten Terrassenplatten.

 

Einsatz von Taumittel auf der Pflasterfläche

Betonpflastersteine weisen einen hohen Widerstand gegenüber Taumittelbelastungen auf. Somit ist der Einsatz von Taumitteln auf Pflasterflächen grundsätzlich problemlos möglich. Es gibt jedoch einige wenige Punkte, die Sie hierzu beachten sollten.

Wenn die Schnee- und Eisglätte innerhalb der ersten drei Monate nach der Verlegung der Pflastersteine auftritt, muss diese mit abstumpfenden Streumitteln beseitigt werden. Dies liegt daran, dass Beton im jungen Alter noch nicht die volle Frost-/Tausalz-Widerstandfähigkeit besitzt. Nach Ablauf dieser Wartezeit können Taumittel eingesetzt werden. Grundsätzlich empfehlen wir jedoch, abstumpfende Streumittel zu verwenden.

Das weitaus gebräuchlichste Tausalz ist Natriumchlorid (NaCl). Falls Sie dieses jedoch unsachgemäß ausbringen oder andere Taumittel verwenden, so kann dies unter Umständen zu Schädigungen der Pflasteroberflächen führen.

 

 

Verfärbung von Pflaster

Pflastersteine sind im Außenbereich neben der eigentlichen Flächennutzung ständig wechselnden klimatischen Bedingungen ausgesetzt, wodurch es im Laufe der Zeit zu einem Schmutzeintrag in die Fläche kommt. Zusätzlich können Salze oder Feinstoffe aus dem Untergrund durch einen kapillaren Wassertransport durch den Oberbau (Bettung, Pflastersteine) an die Pflasteroberfläche gelangen und dort nach der Verdunstung des Wasser zu Ablagerungen oder Flecken führen.

Dieses Erscheinungsbild wird auch als „Carport-Effekt“ bezeichnet.

Bei freiliegenden Flächen erfolgt insbesondere durch Niederschlag ein kontinuierlicher Abtransport der Ablagerungen von der Oberfläche, wodurch die Optik nicht dauerhaft beeinträchtigt wird. Unter überdachten Flächen (z. B. Carports, überdachte Hauseingänge oder Terrassen, etc.) fehlt diese Bewitterung und die damit einhergehende „natürliche Reinigung“ der Fläche. Ausblühungen oder Verschmutzungen können auf der Oberfläche verbleiben, was zu optischen Beeinträchtigungen führen kann.

 

 

Reinigung von Pflasterflächen und Betonplatten

Viele Verschmutzungen auf Pflaster- oder Plattenflächen verblassen durch Sonneneinstrahlung und Bewitterung und lösen sich mit der Zeit häufig vollständig auf. 

Wenn eine Reinigung erfolgen soll, so hilft bei leichten Verschmutzungen häufig schon eine Bürste mit Wasser bzw. etwas neutralem Seifenreiniger. Erst bei hartnäckigeren Flecken sollten chemische Reinigungsmittel eingesetzt werden. Wir empfehlen bei stärkerem Schmutz zunächst die Anwendung des KANN Bio-Kraftreinigers bevor der deutlich aggressivere KANN Intensivreiniger plus gegen stärkste Verschmutzungen eingesetzt wird.

Achtung: Grundsätzlich sollte vor der Anwendung von chemischen Reinigungsmitteln die Verträglichkeit mit der Oberfläche immer an einer verdeckten Stelle oder an einer Probeplatte geprüft werden. So werden ungewollte Überraschungen durch Verfärbungen oder andere Reaktionen zwischen Reiniger und Platte vermieden.

Wichtig: Wir empfehlen grundsätzlich, von einer Reinigung von Pflaster- oder Plattenflächen mit einem Hochdruckreiniger abzusehen. Durch den hohen Wasserdruck kann es nach und nach zu einer Schädigung der Steinoberfläche kommen, so dass sich in der Folge Schmutz immer besser festsetzen und tiefer in das Produkt eindringen kann. Die Reinigung wird also immer aufwendiger. Zusätzlich kann durch den Wasserdruck das Fugenmaterial aus den Fugen ausgeschwemmt werden, wodurch die Fläche instabil werden kann.

Maßtoleranzen

Maßtoleranz Pflaster

Die maximal zulässigen Maßtoleranzen sind nach EN 1338 festgelegt und betragen bei Pflastersteinen mit einer Dicke von weniger als 10 cm in der Länge und der Breite ± 2 mm und in der Höhe ± 3 mm, bei Pflastersteinen mit einer Dicke von 10 cm oder mehr in der Länge und der Breite ± 3 mm & in der Dicke ± 4 mm

 

Winkligkeit Pflaster

Bei rechtwinkligen Pflastersteinen, bei denen die Länge der Diagonalen 30 cm überschreitet, werden die Differenzen aus der Messung der beiden Diagonalen durch eine ergänzende Kennzeichnung angegeben. Maß geblich für den Einsatz von Pflastersteinen aus Beton ist in Deutschland nach der TL Pflaster-StB jedoch nur die Klasse 3, bei der die Differenz aus der Messung der beiden Diagonalen maximal 3 mm betragen darf. 

Maßtoleranz Platten

Bei den zulässigen Maßabweichungen von Platten unterscheidet die EN 1339 in drei Klassen. Die Differenz zwischen zwei beliebigen Messungen der Länge, Breite und Dicke der einzelnen Platte muss ≤ 3 mm betragen. Die Toleranzen werden an den Nennmaßen des Produktes ermittelt. Nach der TL Pflaster-StB ist in Deutschland für Platten aus Beton jedoch nur die Klasse 2 maßgeblich. Die Maßtoleranzen sind somit vergleichbar mit der früheren DIN 485.

Winkligkeit Platten

Bei rechtwinkligen Platten bei denen die Länge der Diagonalen 30 cm überschreitet, werden die Differenzen aus der Messung der beiden Diagonalen durch eine ergänzende Kennzeichnung angegeben. In der EN 1339 wird bei der Toleranz zwischen Platten mit Diagonalen ≤ 850 mm und > 850 mm unterschieden. Nach der TL Pflaster-StB ist in Deutschland für Platten aus Beton jedoch nur die Klasse 2 maßgeblich. 

Ab 30 cm Kantenlänge einer Platte müssen auch die Abweichungen der Ebenheit und Wölbung nach untenstehender Tabelle eingehalten werden. Wenn die Oberfläche nicht als eben vorgesehen ist, muss der Hersteller Angaben zur Abweichung machen.

Quelle https://www.kann.de/service/faq/reinigung-pflege-nutzung/